Die Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ) freut sich, die Wiedereröffnung ihres Archivs bekanntzugeben. Die erste umfassende Renovierung – ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) – verbessert die Bedingungen für die langfristige Erhaltung der historischen Materialien und stärkt zugleich die Öffnung des Archivs für eine breitere Öffentlichkeit.
Das Archiv dokumentiert mehr als ein Jahrhundert künstlerischer Praxis und die sich stetig wandelnde queere feministische Arbeit von Künstler*innen. Es verweist auf die komplexe und widersprüchliche Geschichte der VBKÖ seit ihrer Gründung im Jahr 1910 und bildet eine zentrale Ressource für die Auseinandersetzung mit feministischer Kunstgeschichte und -praxis. Aus der Gründungszeit der VBKÖ sind zahlreiche Antwortschreiben prominenter Künstlerinnen aus ganz Europa erhalten, darunter Käthe Kollwitz, Marie Egner, Helene Funke und Jeanne Gonzalès. Darüber hinaus umfasst das Archiv die Korrespondenz von Gründungsmitgliedern wie Olga Brand-Krieghammer und Stephanie Hollenstein sowie Bestände der Wiener Frauenkunst. Von Februar bis April 2026 wird das renovierte Archiv im Rahmen eines öffentlichen Programms vorgestellt.
Am 14. März ab 14:00 wird die Wiedereröffnung des Archivs mit einer Ausstellung und einer Reihe von Performances gefeiert, um sowohl die abgeschlossene Renovierung als auch das anhaltende Engagement der VBKÖ-Mitglieder zu würdigen. Es werden Einblicke in die Bestände, die Geschichte der Vereinigung und aktuelle Ansätze feministischer Archivpraxis gezeigt. Ziel ist es, das Archiv als lebendigen Ort des Dialogs, der Forschung und des Austauschs weiter zu öffnen. Mitglieder, Forschende und eine breitere Öffentlichkeit sind eingeladen, gemeinsam über Geschichte und Zukunft der Vereinigung zu reflektieren.
Sieben Künstler*innen des VBKÖ Archiv Residency Programms – Pêdra Costa, Zoe Gudović, Daniel Hill, Vinko Nino Jaeger, Eszter Katalin, Tahereh Nourani und Christina Werner – haben sich intensiv mit dem Archiv auseinandergesetzt und präsentieren Ihre Ansätze im Rahmen der Ausstellung. Ihre künstlerischen und recherchebasierten Projekte treten in einen fortlaufenden Dialog mit den Beständen und verhandeln aktuelle Fragen queer-feministischen Denkens, Geschichte und kollektiven Wissens.
Künstler*innen und Projekte: Pêdra Costa, Zoe Gudović, Daniel Hill, Vinko Nino Jaeger, Eszter Katalin, Tahereh Nourani, Christina Werner, VBKÖ-Mitglieder, SKGAL, living library of becomings u. a.
Über die VBKÖ – Vereinigung Bildender Künstlerinnen Österreichs
Die VBKÖ wurde 1910 in Wien gegründet und ist eine der ältesten Künstlerinnen*vereinigungen in Europa. Sie engagiert sich für die Förderung von Künstler*innen mit vielfältigen Geschlechtsidentitäten, in Form von Ausstellungen, (künstlerischer) Forschung, Archiv- und Geschichtsarbeit und kritischem Diskurs. Ihr Archiv bewahrt Dokumente, Kunstwerke und Publikationen aus der über hundertjährigen Geschichte der Organisation auf und entwickelt sich durch die Beiträge ihrer Mitglieder stetig weiter.
Eröffnung am 14. März 2026, ab 14:00
Offizielle Eröffnung der Ausstellung und des VBKÖ-Archivs: 18:00
Vernetzung und Führungen: 14:00 bis 18:00
Ausstellungsdauer: 14. März – 2. Mai 2026
Ort: VBKÖ, Maysedergasse 2/28 (4. Stock), 1010 Wien
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