Desinformation streuen, Journalist*innen auflauern, Handys nach Moskau verscherbeln: Die Palette an Tätigkeiten ist mehr als fragwürdig, wenn man sich in den Dienst des russischen Geheimdienstes stellt.

IM TAUBENSCHLAG zeigt drei Agentinnen bei der Arbeit. Sie sind in einem geheimen Hinterzimmer zusammengekommen, um mit allen Mitteln der Spionage-Kunst eine geheime Operation vorzubereiten. Eine Wegwerfagentin wird von einer Spionin der alten Schule im Beschatten unbequemer Journalist*innen ausgebildet. Gemeinsam empfangen sie eine ehemalige österreichische Politikerin, die bei einer Ausstellungseröffnung eine Rede mit anti-westlicher Propaganda halten soll.
Läuft bisher nicht schlecht. Schließlich nimmt Wien durch seine Lage zwischen West und Ost, seiner hohen Dichte an internationalen Organisationen und Österreichs fehlendem Anti-Spionage-Gesetz eine wichtige Rolle in Russlands hybrider Kriegsführung gegen den Westen ein.
IM TAUBENSCHLAG untersucht die Kontinuität zwischen dem Kalten Krieg und der heutigen, von politischer Anspannung und Krieg geprägten Zeit; erforscht die Überschneidungen zwischen Verführungskünsten in Spionage und Theater und zeigt, was uns daran fasziniert, ohne deren zerstörerische Ziele aus dem Blick zu verlieren.
Regie: Veronika Glatzner | Dramaturgie & Text: Barbara Juch | Bühne & Kostüm: Paul Sturminger | Regieassistenz: Sára Köhnlein | Hospitanz: Nane Holy | Lichtgestaltung: Dulci Jan | Ton: Karl Börner
Mit: Ana Grigalashvili, Julia Schranz, Halka Jeřábek Třešňáková
Premiere: Mi., 07. Okt. 2026 | 20:00
Weitere Termine: 9./10./13./14.*/15.**/16./17./20./21./22. & 23. Okt. | 20:00
* Einführungsgespräch um 19:00 Uhr | ** Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung
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