In WAS GESCHAH, NACHDEM BABSIE IHREN KEN…?, einem Mash-up des bernhard.ensemble, steigt die erfolgreiche Influencerin Babsie aus ihrer perfekt kuratierten Social-Media-Welt aus, um in der „echten Welt“ zu leben. Getriggert von der Lektüre eines Buches von Elfriede Jelinek verlässt sie ihren Partner Nice-Ken und ihren geliebten 7. Bezirk, um Feminismus bis in den letzten Winkel Wiens zu tragen. Voller Tatendrang landet sie an der Kassa des Lebensmitteldiscounters HofHER in einem Wiener Randbezirk. Weder die dort herrschenden Verhältnisse, noch ihre Cellulite können Babsie davon abbringen, radikal gegen das Patriarchat und für „das Wunderbare“ zu kämpfen.
Babsie ist Influencerin und wohnt im 7. Wiener Gemeindebezirk. Gemeinsam mit ihrem Partner Nice-Ken betreibt sie den pop-feministischen Insta-Kanal „Babsieland“ – mit Erfolg. In Babsies Bubble scheint der Kampf für Frauenrechte bereits gewonnen. Hier im Bezirk können die Frauen alles. Mehr noch, dank Babsie haben sie sogar das Sagen. Das Idyll kippt, als Babsie ein Buch von Elfriede Jelinek in die Hände fällt. Schlagartig wird ihr die gesamte Dimension ihres feministischen Anliegens bewusst. Sie muss handeln! Babsie lässt Nice-Ken sowie den siebten Bezirk hinter sich und dokumentiert in „Babsieland“ ihre neue Mission in einem Wiener Randbezirk in Echtzeit. An der Kassa des Lebensmitteldiscounters HofHER trifft ihr Idealismus erstmals auf Schichtpläne, Gender-Pay-Gap, Mehrfachbelastung und soziale Ungleichheit.



Dort begegnet sie Superprolo-Ken. Anfangs fasziniert von Babsies Durchsetzungsvermögen und vor allem von ihren Follower*innenzahlen, die er bald für sich und sein Business vereinnahmen kann, verliert er danach rasch das Interesse, nicht zuletzt wegen der Cellulite an ihren Beinen. Babsies Exfreund Nice-Ken, entdeckt seine „neue“ Männlichkeit und – mittlerweile erfolgreich bei der Konkurrenz tätig – verstrickt sich immer mehr im Ränkespiel um wirtschaftlichen und medialen Erfolg der beiden Handelsdiskonter, als chancenloser Gegenspieler zu Superprolo-Ken. Nähe wird zur Schwäche, Liebe zur Sollbruchstelle. Während sich Babsies feministisches Gedankengebäude langsam auflöst, stellen sich unbequeme Fragen: Was kostet Selbstbestimmung wirklich? Kann Babsie als Feministin in einem kapitalistisch-patriarchalen System ihre Ideale verwirklichen? Was bedeutet Frausein in dieser Gesellschaft? Gibt es überhaupt eine individuelle Emanzipation?
Das Publikum wird Zeuge eines feministischen Selbstversuchs zwischen Emanzipation und Vereinnahmung. Das OFF THEATER wird zur HofHER-Filiale, Kassa und Förderband zum Laufsteg, Fitness- und Foltergerät.
Gastregie: Sophie Resch, Dramaturgie: Sophie Resch & Ernst Kurt Weigel, Ausstattung: Ernst Kurt Weigel & Eva Grün, Kostüme: Julia Trybula, Komposition: Bernhard Fleischmann, Choreografie: Leonie Wahl, Dramaturgische Beratung: Miriam V. Lesch, Performance: Yvonne Brandstetter, Ylva Maj, Christian Kohlhofer, Rina Juniku, Ernst Kurt Weigel, Leonie Wahl, Regieassistenz: Alexandra Wimmer, Lichtdesign & Technik: Max Smirzitz & Andreas Schmidt, Produktionsleitung: Monika Bangert, Social Media/künstl. Assistenz: Nadine-Melanie Hack
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