In RADIO GOO GOO von Judith Humer steht der „Tag der Tage“, der buchstäblich letzte Tag der Menschheit, kurz bevor. Wie reagieren Einzelne auf die Gewissheit, dass es nicht nur mit ihnen selbst, sondern mit ihrer gesamten Art zu Ende geht? Dieser Frage widmet sich eine unermüdliche Radioreporterin des Senders „Radio Goo Goo“. Von Friedhöfen über Nagelstudios bis hin zu einer verwaisten Geburtsklinik bereist sie die unterschiedlichsten Orte, stets begleitet von einem Countdown der besten Lieder. Während die Reporterin die letzten Dinge sammelt, mit denen sich die Menschheit die Zeit vertreibt, gelingt es ihr ganz nebenbei, Menschen wieder um das Radio zu versammeln. RADIO GOO GOO feiert am Donnerstag, 12. Februar Premiere und ist bis 28. Februar im Kosmos Theater zu sehen.
Regisseurin Nehle Dick hat die Entwicklung des Textes im Rahmen des Drama labs begleitet: „Von Anfang an mochte ich die scheinbare Beiläufigkeit, mit der hier das kollektive Ende der Menschheit erzählt wird – ohne Pathos, ohne große Gesten. Das Bild, das Judith Humer da zeichnet, finde ich sehr stark und berührend: Das Radio steht im Zentrum der Welt, überbrückt Entfernungen durch geteilte Musik und Informationen und hält die Figuren im Gespräch – selbst dann, wenn es eigentlich nichts mehr zu sagen gibt. Ist ein kollektives Ende vielleicht erträglicher als ein individuelles? Und wenn Geborenwerden und Sterben die einzigen Konstanten menschlicher Existenz sind – warum gelingt uns dann so wenig Solidarität im Dazwischen? Was soll von uns sichtbar, hörbar, spürbar bleiben, wenn wir längst verschwunden sind? Und haben wir als Spezies überhaupt irgendeine Bedeutung für die Erde, oder sind wir nur eine flüchtige Episode in ihrer Geschichte?“
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